10.Nov2020
Mehr Nachhaltigkeit beim Genuss von Heißgetränken

Zum Wintersemester 2020/2021 führt das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim ein neues Mehrwegpfandsystem für Heißgetränkebecher ein.

Tübingen/Albstadt. In den Cafeterien des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim wurden im vergangenen Jahr rund 740.000 Heißgetränke verkauft – viele davon „to-go“ in Einwegbechern mit Plastikdeckeln. Diese Becher sind laut der Deutschen Umwelthilfe nicht nur bedenklich für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit der VerbraucherInnen, da mit dem Getränk gesundheitsschädigende Chemikalien aufgenommen werden können. Viele von ihnen verschmutzen zudem den Campus und die Wohnanlagen der Stu-dierenden. Damit soll jetzt Schluss sein. Um den Verbrauch der To-go-Becher einzudämmen, führt das Studierendenwerk mit Beginn des Wintersemesters 2020/2021 testweise ein nachhaltiges Mehrwegpfandsystem ein.

„Schon seit einigen Jahren registrieren wir ein zunehmendes Umweltbewusst-sein bei unseren Studierenden“ erklärt Oliver Schill, Geschäftsführer des Stu-dierendenwerks Tübingen-Hohenheim. „Durch das Angebot wiederverwend-barer Getränkebecher wollen wir diesem Bedürfnis stärker gerecht werden und das Müllaufkommen auf dem Campus sowie in unseren Wohnheimen reduzieren“.

So funktioniert das System:

Der LogiCUP wird gegen eine Pfandgebühr in Höhe von 1 € ausgegeben. Die Rückgabe der Mehrwegbecher erfolgt an Rücknahmeautomaten, ähnlich wie bei Pfandflaschen mittels eines Barcodes. Der besondere Clou des Systems: Die Becher bestehen aus PP – einem zu 100% recyclebaren Kunststoffmaterial, das hunderte Spülgänge schadlos übersteht. Sie sind damit nicht nur deutlich leichter, sondern auch bruchstabiler als viele herkömmliche Getränkebecher aus Porzellan.

Der Start des LogiCUP-Pfandsystems für Mehrwegbecher erfolgt zunächst am Standort Albstadt sowie in Tübingen auf dem Sand. 2021 sollen dann weitere Automatenstationen und Cafeterien im Hochschulraum des Studierendenwerks folgen.
2020_10_30 Einführung Mehrwegpfandsystem